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Was sind die drei klassischen Fehler von nervösen, unerfahrenene oder einfach schlechten Spielern? Andrew NS Glazer, unser präsenter Pokerexperte, enthüllt die Anzeichen eines unfähigem Turnierspielers. Wenn Sie Jemanden entdecken, der diese Anzeichen aufweist, nutzen Sie es! Wenn Sie selbst diese Anzeichen aufweisen – brechen Sie ab!
Dank dem Fernsehen sind Poker Turniere so populär wie noch nie. Sogar viele gute Bargeldspieler – welche in der Regel die Turniere meiden, fürchten dass Ihre profitable Anonymität verschwinden könnte – können sie nicht länger ignorieren. Die massiven Summen an Preisgeldern, sowie die Potentiale eines gesellschaftlichen Sponsorings sind einfach zu verlockend.
Wenn Sie ein erfahrener Spieler sind, was sind die meisten Fehler, die Sie von neuen Spielern erwarten können und was kann man dagegen tun?
Seit ein Freund mich ein paar Monate zuvor auf dies hingewiesen hat, habe ich besonders darauf acht gegeben. Hier ist ein Beispiel von einem online Turnier, welches ich neulich gespielt habe:
Ich hielt A-J passend auf der Dealerposition, sicherlich eine nicht all zu schlechte Hand, aber auch nichts Überragendes. Gegen gute Spielerist es eine Problemhand, da Sie sicher sein können, aus dem Geschehen verdrängt zu werden, sobald ein neues Ass ins Spiel gerät. Mit dieser Hand ist man ein klarer Außenseiter gegenüber den meisten Paaren, und man ist kein großer Favorit, wenn man gegen zwei andere nicht gepaarte Karten steht. Als Beispiel: A-J passend ist nicht mal 2/1 gegen 8-7 unpassend, auch wenn es besser aussieht.
Da der Dealer sehr oft versucht zu stehlen, A-J ist in diesem Fall ganz gut – werden die anderen Spieler Ihnen mit minderwertigen karten begegnen. Ich hatte 1,900 vor mir liegen und erhöhte die 400 vom big Blind auf 1,200. Der big Blind ging all-in und ich dachte wohl dass ich mit einer Chance diese Hand nutzen könnte, aber mit 2,600 im Pott ist es ziemlich schwierig mich zum verwerfen jeglicher Hand zu bewegen. Der big Blind hatte zwei Vieren.
Wenn ich ebenfalls all-in gegangen wäre, hätte der big Blind weitergespielt? Mit geringen Paaren aufzurufen ist einer der schwerwiegensten Fehler im Pokerspiel aber es war ohnehin kaum eine Chance, dass ich aussteigen würde, das war im Wesentlichem seine Aktion. Wie auch immer, da er ein Spieler war konnte ich nicht wissen, dass er nicht weiss, was "Pot-Verpflichtung" ist und hätte meinen kompletten Stapel einsetzen sollen.
Wenn Sie eine Runde spielen, wo Ihre Erhöhung Sie zum Pott verpflichtet, können Sie genausogut all-in spielen. Wenn Sie gewinnen, erhalten Sie mehr und wenn Sie verlieren, besteht eine größere Chance, dass Ihr Gegenspieler passt.
Früher in demselben Turnier hatte ich mit derselben Problemhand aus der Dealerposition pauschal aufgerufen, A-J paassend.
Der Spieler zu meiner Rechten erhöhte von 30 auf 150. Ich hatte oft genug mit diesem Kerl gespielt um zu wissen, dass dies eine der seltenen Situationen war, wo ein Aufruf sinnvoller als eine Erhöhung oder Aufgabe war. Der big Blind zog ebenfalls mit.
Der Flop viel gering und schäbig aus. Irgendwas mit 9-6-3. Der big Blind erhöhte um 30. Der Spieler rechts rief auf. Es waren 525 im Pott. Für 30 konnte ich mir erlauben, eine weitere Karte zu sehen. Eine 2 erschien undd der big Blind setze erneut 30. Der andere Spieler passte. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, was für eine Hand einen Einsatz von 30 rechtfertigt. Es bestand eine geringe Chance, dass ich gemolken (oder in eine Falle gelockt wurde), trotzdem spielte ich weiter.
Eine Dame ergab sich im River und wieder setze der big Blind 30. Ich kann ehrlich sagen, dass ich zu 99,98% sicher war, dass ich geschlagen war. Für 30 wollte ich sehen, was der Blind da veranstaltete. Ich trat Ihm also erneut gegenüber. Er enthüllte K-10 und ich war vollkommen perplex, als die Chips zu mir wanderten. Das war ein Aufruf aus purer Neugierde. Ich war nicht auf die Menge im Pott aus, ich wollte nur wisssen, womit der Blind spielt.
Ich gebe zu, dass ich darüber nachdachte, meine Hand zu verwerfen. Der big Blind hat einen sehr günstigen Versuch unternommen, den Pott an sich zu nehmen, aber die Menge war einfach zu groß für diesen Versuch. Ich hatte eine Menge Chips. 30 waren nicht die Welt, aber wenn er 100 gesetzt hätte, wäre meine Hand wahrscheinlich zur Aufgabe gewandert.
Was lernen wir daraus? Wenn Sie darauf aus sind, den Pott mit einer schlechten Hand abzuräumen, müssen Sie den Preis hoch genug treiben, um den anderen Spielern die Möglichkeit zu nehmen, aus reiner Neugierde aufrurufen.
Ich sehe ständig Turnieranfänger, wie Sie den selben Fehler immer und immer wieder machen. Wir sind in demselben Turnier und diesmal bin ich mit etwas Anderem als A-J involviert: A-Q in einem 50er big Blind. Zwei Spieler hinkten hinterher und ich entschied ohne eine Erhöhung einen Blick auf den Flop zu werfen. Ich rechnete damit, nicht auf dieser besonderen Hand sitzen zu bleiben.
Der Flop ergab 5d-4s-Qd. Gar nicht schlecht, bis auf den Flush Zug. Der Spieler links von mir war recht agressiv und ich dachte mir, er würde mir meinen Pot setzen. Ich wartete und tatsächlich setzte er 100. Der andere Hinker rief auf und ich ging all-in. Eine Erhöhung von etwa 1,000. Ich wolte einem Flush Zug nicht den richtigen Spielpreis zuweisen.
Der Spieler links rief so schnell auf, dass ich dachte er hätte dieselbe hand oder ein kleines Set. Der dritte Spieler war draußen und mein Gegenspieler enthüllte Kd-9d. Ein nicht ungünstiger Flush Zug. Es waren 550 im Pott und er hätte 1,000 einsetzen müsssen um die Runde für sich zu entscheiden.
Es war ein verständlicher Umstand für Ihn zu denken, dass die anderen 3 Könige ebenfalls aus dem Spiel wären. Das ergab 12 outs für Ihn und eine ungefähre gewinnchance von 46%, obwohl ich mit dem Flush Zug einzel-geblufft habe. Eine realistische einschätzung aber er war in einer schlechten Lage.
Ich denke dieser Kerl hat nichteinmal seine Könige als outs betrachtet, er war einfach zu aufgeregt darüber, einen großen Draw zu haben. Draws bedeuten den Tod in Turnieren. Sie mögen sehr gut in limit Bargeldspielen sein, wo 6 Leute den Flop sehen, aber mit einem Draw aufzurufen, kommt einer Anfrage zum besiegt werden gleich. Es gibt keine Möglichkeit mit Ihrem Einsatz zu gewinnen, wenn Ihre Hand fortbestehen muss und Sie noch keine vernünftige Hand beisammen haben.
Festzustellen, dass man gegen Jemanden Spielt, der große Einsätze mit draws aufruft, ist in der Regel ein zweischneidiges Schwert. Sie möchten nicht wirklich Setzen, wenn Sie das Geschehen nicht wollen. Wenn Sie den Preis des Drawer’s hingegen hochtreiben, wird das Spiel wieder profitabel. Wenn Sie Jemanden ausfindig machen, der eher mit einer Karte im Draw aufruft, dann haben Sie wirklich einen Vorteil gefunden. Hoffen Sie bloss, dass Sie einen der beiden Kerle zu Ihrer Linken im Einsatz hochbringen, bevor die Kühe nach hause finden.
Auch wenn der Pott groß genug gewesen wäre um meinen gegenspielern faire Gewinne zu bescheren, schauen Sie nicht nach fairen Pottverhältnissen auf Turnieren. Chips sind einfach zu unterschiedlich aufzufüllen und nur ein schwacher Spieler würde solch ein Glücksspiel betreiben.
Es kann schwierig werden Ihre Hand zu spielen, wenn die falschen karten liegen. Wenn Sie genügend Einsetzen um eine gute Chance auf einen gewinn zu haben, können Sie es in erwägung ziehen. Mit einer Menge oder Ihrem gesamtem Stapel aufzurufen ist nur minimal besser, als mit einem einem geringem Paar aufzurufen. Wenn Sie mindstens mit Ihrem Draw aufrufen, riskieren Sie nicht in eine "Situation der dominierten Hand" zu geraten, wo Sie ein 9/2 außenseiter wären.
Ich würde nicht zu stark mit Jemandem argumentieren der dachte, dass ein großer Einsatz mit einem reinem Draw ein schlechter Zug im Poker ist. Die Gewinne, die Sie erhalten, können sich als strafmildernd herausstellen, da Ihr Spiel sogar richtig sein kann, wenn sie Ihren kompletten Stapel setzen und vier Leute bereits all-in gegangen sind. (Wissend, dass Sie gegen mindestens ein Set, vielleicht auch mehr, antreten und passende Karten, welche ein Paar auf dem Tisch bilden, keinen Nutzen für Sie haben).
Realistisch gesehen werden Sie nicht mehr als 1 oder 2 Mal in Ihrem Leben in eine solche Situation geraten. Poker mit großen Einsätzen ist fast immer Kopf-an-Kopf. Falls Sie Ihren Stapel nicht wieder auffüllen können und lediglich mit einer Hand, die noch keine komplette Hand ist, spielen besiegeln Sie Ihr Schicksal.
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